CMD (Kiefergelenk) in München

Immer mehr Menschen klagen über Kopfschmerzen, Verspannungen, Tinnitus, Schmerzen in der Kaumuskulatur, Probleme in der Halswirbelsäule, in den Schultern. Mit betroffen ist oft das ganze Bewegungssystem.

Als Zahnärzte werden wir dann oft gefragt: “hängen meine Rücken-, Schulter- oder Kopfschmerzen mit dem Zähneknirschen oder Zähnepressen zusammen?

Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) » Symptomenkomplex & Funktionsdiagnostik

Die ganzheitliche Zahnmedizin erkennt solche Zusammenhänge in der Tat. Ein ganzer Symptomenkomplex wird inzwischen in dem Begriff der Craniomandibulären Dysfunktionen (CMD) zusammengefasst. Um Patienten von ihren zum Teil schwerwiegenden Einschränkungen der Lebensqualität zu befreien , müssen deshalb in vielen Fällen mehrere Blickwinkel aus unterschiedlichen Fachdisziplinen berücksichtigt werden.

Zähneknirschen kann z.B. Probleme in der Halswirbelsäule auslösen! Aber auch umgekehrt können Halswirbelsäulenprobleme das Zähneknirschen provozieren. In vielen Fällen ist es den Betroffenen gar nicht klar, dass sie mit den Zähnen knirschen oder pressen. Erst in der Zahnpraxis wird der Patient darauf aufmerksam, weil dort in der Regel die starke Abnutzung der Zähne, Risse in der Oberfläche derselben und freiliegende Zahnhälse diagnostiziert werden. Die nachfolgende Abtastung der Kau-, Hals- und Nackenmuskulatur macht dem Patienten deutlich, wie verspannt er eigentlich ist.

Selbsteinschätzung der Patienten

Manche Patienten wissen bereits genau, dass sie vermehrt knirschen oder pressen, denn sie merken morgens den Kopfschmerz an den Schläfen, die angespannte Kaumuskulatur, den Druck auf den Zähnen oder gar Abplatzungen an den Schneidezähnen.

Es ist dann die Aufgabe des Zahnarztes herauszufinden, wo die Ursachen für die Überbelastung des Kauapparates liegen. Grob kann man diese in den folgenden drei Bereichen zuordnen:

  • Ursachen direkt an den Zähnen ( der Patient hat einen Fehlbiss, schlechten Zahnarsatz, fehlende Zähne etc.)
  • Ursachen an den Muskeln (Fehlhaltungen und -spannungen im Bewegungssystem verursachen das Zähneknirschen; „die Angst im Nacken“)
  • Ursachen im Gemüt (Stress, Schlafstörungen, mentale Belastungen. „Man beisst sich durchs Leben“

Wichtig hierbei ist es, diese Bereiche nicht isoliert zu betrachten, sondern fliessende Übergänge zu erkennen und je nach Gewichtung zu ordnen, um die Therapieabfolge aus den verschiedenen Blickwinkeln zu planen.

Um fehlerhaftes Zusammenbeissen als Ursache auszuschließen, fertigen wir eine Aufbissschiene an. Diese verhindert schützend den direkten Zahnkontakt und reduziert über Muskelreflexe die Kaukraft.

Äußerste Präzision in der Herstellung und der Anpassung sind hierbei essentiell. Die statischen und dynamischen Kiefergelenkspositionen werden deshalb in unserer Praxis nach neuestem Stand der Wissenschaft mit modernster Technik, dem Freecorder Bluefox, erfasst.

Diese Kiefergelenkspositionen und Unterkieferbewegungen sind jedoch unserer Erfahrung nach wesentlich beeinflusst vom Spannungszustand nicht nur der Kau-, sondern auch von der Hals- und Nackenmuskulatur, oft sogar von der ganzen Rückenmuskulatur und dem Schultergürtel.

Erfolg der Schienentherapie

Für den Erfolg einer Schienentherapie ist deshalb eine Weichteilegewebeverlässchlichkeit entscheiden. Nur so können bei der Vermessung reproduzierbare Werte zu Herstellung der Schiene erhalten werden. Zur entspannenden Muskelvorbereitung nutzen wir in unsrer Praxis die Matrix-Rythmus-Therapie nach Dr. Randoll.

Hierbei arbeiten wir Hand in Hand mit unserer Osteopathin Kornelia Feldt www.osteopathie-nymphenburg.de .
Diese Therapie wurde in den 90er Jahren an der Universität Erlangen entwickelt und lockert vor der Vermessung der Kiefergelenkposition die Muskulatur schnell und nachhaltig und beseitigt schmerzhafte Druckpunkte.

Wirken sich Gemütszustände und nächtlichge Träume über erhöhte Muskelaktivität negativ auf die Zähne aus, so integrieren wir mental wirksame Techniken, die den Umgang mit Stress verbessern, z.B. mit Hypnose.

Aus unserer zahnärztlichen Sich ist es wichtig, die Vielschichtigkeit des Knirschesn zu erkenn und je nach Gewichtung entsprechend alles Einflussbereiche in das modulare Therapiekonzept zu integrieren. So wird eine rasche Auflösung der für das Knirschen ursächlichen Prozesse garantiert und führt über ursächliche Symptombeseitigung zur Schmerzfreiheit und ursprünglichen Lebensqualität.

Bei Fragen stehen wir Ihnen in unserer Praxis sehr gerne zur Verfügung!