An dieser Stelle informieren wir Sie regelmäßig über Entwicklungen in unserer Praxis und der Zahnmedizin allgemein.
Gedanken und AktuellesMai 2010 Kann man bald Zähne züchten?Forscher des Institutes für Biotechnologie der Universität Helsinki untersuchen die Evolutionsentwicklung der Zähne von Säugetieren seit 15 Jahren. Nun haben sie so viele Daten, daß die Hauptaspekte der Formel zur Herstellung von Zähnen klar zu werden beginnen. Die Steuerung der Zahnentwicklung ist inzwischen bekannt. Entsprechend einem mathematischen Computermodell scheint eine eher einfache Grundformel hinter dem komplexen Gen-Puzzle der Zahnentstehung zu stehen. So scheint es einen "Musterkern" zu geben, der die Variation von Zähnen unter den Individuen steuert. Auch der "Befehl", einen Schneidezahn oder einen Seitenzahn entstehen zu lassen könnte von einem einzelnen Faktor ausgehen. Auch die geheimnisvollen Baupläne der Entwicklung anderer Organe werden langsam gelüftet Die neuesten Forschungsergebinsse könnten auch der medizinischne Forschung dienen, das Wachstum neuer Organe zu entwickeln. http://www.eurekalert.org/pub_releases/2010-03/uoh-tff031510.php Vielleicht werden wir es tatsächlich noch erleben, daß "die Dritten" nachwachsen? :-) April 2010 Allergie, Materialunverträglichkeit, Lymphozytentransformationstest (LTT )Die chronischen entzündungsbedingten Krankheiten wie Allergien, Diabetes, Rheuma, Morbus Crohn, Osteoporose, Herz-Kreislauferkrankungen, Multiple Sklerose usw., nehmen in unserer Zivilisation einen immer größeren Stellebwert ein. Die Allergierate in Deutschland hat sich in den letzten 20 Jahren verdoppelt. Wir setzen uns in unserer existierenden Umwelt immer mehr Fremdeinflüssen, Materialien und Schadstoffen aus, die in der Summe einen Entzündungsauslöser darstellen können. Die Entzündung, bzw. das inflammatorische Potential eines Organismus, ist sozusagen der „Nährboden“ für den Ausbruch von chronischen Erkrankungen und Zellveränderungen. Eine Entzündung ist zunächst eine von der Natur sinnvoll eingerichtete Abwehr schädigender Einflüsse. Doch die Vielzahl der Auslösefaktoren, auf die die Biologie des Menschen nicht vorbereitet ist, nicht vorbereitet sein kann, führt immer häufiger dazu, daß das Immunsystem eines Organismus sich nicht mehr kontrolliert oder reguliert. Die Zahnmedizin arbeitet mit einer Vielzahl von Materialien und Werkstoffen, die dauerhaft in einen Organismus „eingebaut“ werden. Diese Materialien können möglicherweise die Krankheitssymptome eines chronisch Kranken verstärken. Auch bei klinisch gesunden Patienten kann bereits eine Sensibilisierung auf bestimmte Inhaltsstoffe eines zahnmedizinischen Materials vorhanden sein. Die Überprüfung von Materialunverträglichkeiten mit dem Lymphozytentransformationstest (LTT) ist eine evidente labormedizinische Analysemethode zum Nachweis einer spezifischen zellulären Sensibilisierung. Bei diesem Test werden im Labor aus einer Blutprobe Immunzellen gewonnen und mit den Materialien zusammengebracht. Über moderne immunologische Methoden wird gemessen, ob die weißen Blutkörperchen (T-Lymphozyten) auf das entsprechende Material reagieren. Der LTT ist eine nach DIN 15189 akkreditierte Labormethode, die nur in speziell eingerichteten Laboratorien durchgeführt wird. Um die Behandlung unserer Patienten noch individueller abstimmen zu können, bieten wir ab April 2010 die Prüfung von Materialunverträglichkeiten auf Wunsch vor Behandlungsbeginn mittels LTT besonders für chronisch Kranke und Allergiker an. |
Februar 2010 Altern führt nicht zu schlechter MundgesundheitDer Alterungsprozess verändert nicht viel im Mund. Weder werde die Mundschleimhaut runzelig, noch verringere sich die Kraft der Kaumuskeln, erklärt Prof. Christoph Benz von der Zahnklinik der Universität München. Auch die Zähne fielen nicht allein aufgrund des Alters aus. Daraus folge, dass immer mehr ältere Menschen echte Zähne haben, erklärt Benz in den «BAGSO Nachrichten» (Ausgabe 1/2010) der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen in Bonn. Januar 2010 Liebe Patienten und Besucher!Unsere Praxis-Homepage ist die Visitenkarte unseres kleinen Unternehmens. Um Sie aber teilhaben zu lassen an meinen Gedanken rund um die Zähne, das Leben und die Kunst damit umzugehen, habe ich ein Blog eingerichtet. Schauen Sie doch mal vorbei. Abdruckfreie Verbindung zwischen Praxis und LaborDank CEREC Connect können wir ab 2010 unser Indikationsspektrum der digitalen Abformung erweitern. CEREC Connect steht zurzeit in USA zur Verfügung und wird in Deutschland ab 2010 angeboten werden. Der konventionelle „Abdruck“ beim Zahnarzt wird von vielen Patienten als unangenehm empfunden. Die herkömmliche Zusammenarbeit von Zahnarzt und Zahntechniker über Abdruck und Modell ist fehleranfällig, kosten- und zeitintensiv. Mögliche Fehlerquellen der Abformung mittels Abdrucklöffel sind beispielsweise ein Informationsverlust beim Ausgießen mit Gips oder beim Kopieren von Modellen. Dies wird mit der digitalen Abformung vermieden. Bei uns ist die sofortige direkte Versorgung einzelner Zähne mit Inlays, Teilkronen oder Kronen mit dem CEREC-Verfahren schon seit 2003 Standard. Wir haben in den letzten 6 Jahren ca. 3000 Zähne mit CEREC adhäsiv versorgt. Ab 2010 kann auch die Anfertigung größerer prothetischer Restaurationen basierend auf der digitalen Abformung realisiert werden. Die Daten einer digitalen Abformung werden sofort an ein Zentrales Fertigungszentrum (infinident Fa. Sirona) übermittelt. Mit diesen Daten wird mittels der Stereolithografie (rapid prototyping) ein plastisches Modell erstellt. Bei der Stereolithografie werden aus einem flüssigen Kunststoff die Konturen der Modelle Schicht für Schicht mittels Laser ausgehärtet. So entsteht das plastische „analoge“ Modell des Kiefers. Mit diesem Kunststoffmodell als Arbeitsunterlage kann der Zahntechniker auch umfangreichere prothetische Arbeiten wie Schichtkronen im Front- und Seitenzahngebiet sowie Brückengerüste aus Zirkonoxid ohne den traditionellen Abdruck anfertigen. (Fotos mit freundlicher Genehmingung von SIRONA zur Verfügung gestellt) |