Praxis für Endodontie » Wurzelbehandlung in München

Aufgrund von Erkrankungen oder Unfällen kann eine Zahnwurzelbehandlung nötig werden. Sie ist stets der Versuch, einen Zahn zu erhalten und somit nicht entfernen zu müssen.

Der langfristige Erfolg einer derartigen Behandlung hängt maßgeblich von der Qualität und dem Aufwand ab, mit der sie durchgeführt wird. So kann in vielen Fällen und mit Hilfe von speziellen Materialien und Geräten der langfristige Zahnerhalt erreicht werden.

Endodontie: Ursachen für eine Entzündung des Zahnnervs

Mögliche Ursachen für eine Entzündung des Zahnnervs (Pulpitis) können eine weit fortgeschrittene Karies, undichte oder defekte Füllungen, physikalische oder chemische Reize sein. Die Beschwerden, die bei einer Entzündung auftreten, können entweder akut oder chronisch verlaufen. Bei der chronischen Pulpitis merkt der Patient oft lange Zeit nicht, dass der Zahnnerv am absterben bzw. bereits abgestorben ist. Erst wenn sich die abgestorbene Pulpa entzündet hat der Patient Schmerzen. Bei akuten Entzündungen hingegen hat der Patient im Moment (stark!) auftretende Schmerzen.

Falls ein Zahn aufgrund einer irreversiblen Schädigung des Nervs dem Patienten Probleme bereitet, ist es notwendig den Nerv zu entfernen, da das Belassen der entzündeten Pulpa Schmerzen verursachen kann und der umliegende Knochen geschädigt wird.

Optimale Behandlungsergebnisse

Um optimale Behandlungsergebnisse zu gewährleisten, verwenden wir in unserer Praxis zur Aufbereitung der Wurzelkanäle ein OP-Mikroskop und spezielle hochflexible, maschinell betriebene Wurzelkanalinstrumente für das Erkennen und Aufbereiten zusätzlicher Wurzelkanäle und verzweigter Wurzelkanalstrukturen. Außerdem verwenden wir spezielle desinfizierende Spülungen, Kofferdam (absolute Trockenlegung) und moderne, hochwertige Materialien zur Wurzelfüllung. Die abschließende stabilisierende Versorgung des behandelten Zahnes trägt ebenfalls zum Behandlungserfolg bei.

Wie läuft eine Wurzelkanalbehandlung ab?

Eine Wurzelkanalbehandlung verläuft in mehreren Schritten und über mehrere Sitzungen verteilt ab.

Der erste Schritt besteht in einer genauen klinischen und röntgenologischen Befundung. Danach wird, falls es erforderlich ist, dem Patienten eine Betäubungsspritze gegeben und in der Regel ein Kofferdam zusammen mit einer für den Zahn passenden Klammer angelegt. Falls nötig wird Karies entfernt und gegebenenfalls eine Aufbaufüllung gelegt.

Im nächsten Schritt wird eine Zugangskavität gelegt, um so einen direkten Zugang zum Wurzelkanalsystem zu haben. Nun kann überprüft werden, ob die aufgefunden Kanäle durchgängig sind und somit eine Aufbereitung der Wurzelkanäle stattfinden kann.

Mit Hilfe eines Endometriegerätes wird nun sehr exakt die Länge des Wurzelkanals bzw. der Wurzelkanäle bei mehrwurzeligen Zähnen bestimmt. Dadurch kann in den meisten Fällen auf eine Röntgenaufnahme verzichtet werden. Anschließend wird mit dem bei uns in der Praxis verwendeten System der Kanal maschinell auf die gewünschte Länge aufbereitet, um eine Entfernung des infizierten Gewebes zu gewährleisten. Die Feilen werden aus einer Nickel-Titan-Legierung hergestellt und zeichnen sich durch ihre hohe Flexibilität und Stabilität aus. Auf diese Weise lassen sich Wurzelkanäle sicher und effizient von dem erkrankten Gewebe befreien und der Kanal für eine spätere Wurzelkanalfüllung ausgeformt.

Zusätzlich werden während der Behandlung spezielle Spüllösungen eingesetzt, die ein stark keimtötende Wirkung besitzen und sogar wirksam gegen bestimmte Problemkeime sind.

Nach Beendigung der Aufbereitung wird der Kanal/die Kanäle getrocknet und eine medikamentöse Einlage in den Zahn eingebracht um noch eventuell verbliebene Restkeime abzutöten. Als letzter Schritt wird der Zahn provisorisch verschlossen.

Je nach Ausprägung der vorher bestandenen Entzündung wird der Medikamentenwechsel mehrmals wiederholt, bis der Wurzelkanal dann entzündungs- und keimfrei ist.

Fragen und Antworten

Was passiert nach einer abgeschlossenen Wurzelkanalbehandlung?

Je nach Zerstörungsgrad des Zahnes wird entweder ein Inlay, eine Teilkrone oder ein Stiftaufbau mit Krone hergestellt.

Mein Zahn entzündet sich noch einmal. Was nun?

Auch bereits wurzelbehandelte Zähne, an denen erneut eine Entzündung aufgetreten ist, können in vielen Fällen durch eine Revision erhalten werden. Dabei wird die alte Wurzelfüllung entfernt, der Zahn gründlich gereinigt und mit einer neuen Wurzelfüllung versehen. Melden Sie sich bei  neu auftretenden Schmerzen unbedingt ein weiteres mal an Ihren behandelnden Zahnart um schlimmere Schmerzen oder gar Zahnverlust zu vermeiden.