Parodontologie München » Behandlung Zahnfleischentzündung

….auch wenn man bei einer Parodontitis mit gründlichem Reinigen der Zähne und der Mundhöhle selbst einen Teil zur Genesung beitragen kann, ist ein Besuch beim Zahnarzt unabdingbar. Unbehandelt führt sie meist zum Zahnverlust!

Eine Parodontitis ist eine Entzündung des Zahnhalteapparates und gehört bei uns Menschen mit zu den häufigsten Erkrankungen. Diese wird immer durch Bakterien und die entsprechenden Entzündungsreaktion des Körpers verursacht. Sie begünstigt den Rückgang des Zahnfleisches und des Kieferknochen.

Vom Verlauf bis zum Risiko: Parodontitis

Verlauf der Parodontitis

Eine Parodontitis beginnt stets mit einer Zahnfleischentzündung, der sogenannten Gingivitis. Diese wird anfangs oft als unbedenkliche, kaum sichtbare Rötung des Zahnfleisches wahrgenommen. Begleitend kann dann des öfteren Zahnfleischbluten auftreten. Spätestens jetzt sollte man seinen Zahnarzt aufsuchen. Der Übergang von Gingivitis zur Parodontitis ist schleichend und wird kaum wahrgenommen.

Symptome der Parodontitis

  • Zahnfleischbluten
  • gelegentlichen, nicht genau lokalisierbare Schmerzen
  • gelockerte Zähne
  • Mundgeruch
  • Rückgang des Zahnfleisches“/längere Zähne“

Risikofaktoren

Da bei einer Gingivitis und Parodontitis das Zahnfleisch empfindlich sein kann, werden die betreffenden Stellen zaghafter geputzt, was zur Folge hat, dass die Voraussetzungen für die Bakterien kontinuierlich besser werden. Auch ein Verzicht auf knackiges Obst und Gemüse, welches mit lockernden Zähnen nicht mehr so gut zu beißen sind, begünstigt das Fortschreiten der Bakterien, da dem Körper wichtige Vitamine zur Abwehr fehlen.

  • mangelnde Mundhygiene
  • Rauchen
  • Stress
  • mangelhafte Ernährung

Vorsorge

Sie sollten regelmäßig Termine zur Kontrolle vereinbaren, damit u.a. kontinuierlich die Tiefe Ihrer Zahnfleischtaschen gemessen werden und so rechtzeitig ein Fortschreiten der Krankheit erkannt und behandelt werden kann. Wir werden Ihnen auch regelmäßig Termine zur professionellen Zahnreinigung vorschlagen; dies kann bis vier mal jährlich und mehr der Fall sein.

  • täglich Zähneputzen; mindestens 3x
  • regelmäßige Kontrolle beim Zahnarzt; mind. 2x pro Jahr
  • regelmäßige Verwendung von Zahnseide und Interdentalbürstchen
  • regelmäßige professionelle Zahnreinigung bei Ihrem Zahnarzt; mehr dazu unter http://www.prophylaxe-nymphenburg.de

Auch bei der Einhaltung der empfohlenen Vorsorgemaßnahmen kann es dazu kommen, dass eine Parodontitis entsteht. Hierbei sollte man keinen falschen Stolz oder Angst vor dem Besuch beim Zahnarzt haben, sondern die Gelegenheit nutzen, sich professionelle Unterstützung zu holen, um möglichst lange und mit den eigenen Zähnen zubeißen zu können.

Des Weiteren besteht eine erhöhte Gefahr für Herzkreislauferkrankungen, Diabetes und Frühgeburten.

Bei Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Fragen und Antworten

Welchen Risikofaktor stellt das Rauchen für eine Erkrankung des Zahnhalteapparats dar?

Neben einer nicht optimalen Mundhygiene, systemischen Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, chronisch Entzündungen im Körper), einer genetischen Prädisposition, Stress und anderen Faktoren zählt das Rauchen zu einem hohen Risikofaktor für die Entstehung einer Parodontitis. Je nach täglichem Tabakkonsum besteht im Vergleich zu einem Nichtraucher ein 3- bis 6-faches höheres Risiko an einer Parodontitis zu erkranken.

Warum bemerkt ein Patient nicht, dass das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat erkrankt sind?

Durch das Rauchen wird eine beginnende Parodontitis bzw. eine fortgeschrittene Parodontitis vom Patienten oft nicht richtig bemerkt, da der Tabakkonsum bestimmte Symptome dieser Erkrankung kaschiert. Im Vergleich zu einem nichtrauchenden Patienten sind die entsprechenden Entzündungszeichen wie z.B. Zahnfleischbluten, Rötungen des Zahnfleisches, Schwellungen des Zahnfleisch und Schmerzen kaum bzw. gar nicht ausgeprägt.

Eine Ursache hierfür ist, dass durch den Tabakkonsum die sehr feinen Blutgefäße, die das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen, sich verengen bzw. durch Ablagerungen verstopft werden. Außerdem wird durch das Rauchen das Immunsystem des Patienten geschwächt, was auch zu einer Unterdrückung der oben genannten Entzündungszeichen führt.

Es gibt sogar Hinweise darauf, dass bestimmte Keime durch das Rauchen genetisch verändert werden und dadurch einen größeren Schaden anrichten können.

Für den betroffenen Patienten ist es deshalb oft eine „Überraschung“ wenn vom Zahnarzt die Diagnose einer Parodontitis gestellt wird.

Welche Konsequenz sollte ein Patient daraus ziehen?

Falls eine Parodontitis bei einem Patienten festgestellt wurde, sollte auf jeden Fall mit einer entsprechenden Therapie begonnen werden, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Neben einer Verbesserung der Mundhygiene des Patienten, der Behandlung des erkrankten Zahnfleisches und Zahnhalteapparates und regelmäßigen Nachsorgeterminen sollte der Patient idealerweise über eine komplette Rauchentwöhnung nachdenken, da ein Rauchstopp einen großen Einfluss auf den Erfolg einer Therapie hat.

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