Zahnsanierung mit Vollkeramik » CAD/CAM München

Unter CAD/CAM-Zahnersatz versteht man die Anfertigung von Kronen, Brücken oder Implantatzubehör anhand computergestützter Technologien. Die computergestützte Bearbeitung hat den Einsatz von modernen Werkstoffen überhaupt erst möglich gemacht.

Eine Auswahl der Werkstoffe, die mittels der CAD/CAM Technologie verarbeitet werden können, möchten wir aus Sicht unserer Praxis vergleichend gegenüberstellen; hierbei fokussieren wir uns auf in Folge genannte Gruppen.

Werkstoffe die verarbeitet werden können

Glaskeramiken

Glaskeramiken bestehen aus einer transparenten, amorphen Glasphase, die mit fein verteilten Leuzitkristallen verzerrt ist. Die eingelagerten Kristalle übernehmen die Aufgabe der Farbgebung und gewährleisten die Festigkeit unter funktioneller Belastung.

Eine hohe Lichtdurchlässigkeit garantiert ein ästhetisches Höchstmaß. Bereits in den 90er Jahren wurden die Leuzit-Glaskeramiken besonders für den hochästhetischen Indikationsbereich eingesetzt. Ein adhäsives Befestigen der Restaurationen ist bei der reinen Leuzit-Glaskeramik absolut indiziert.

Heute werden vermehrt Lithium-Disilikat-Glaskeramiken (z.B. Emax CAD) verwendet, die neben der excellenten Ästhetik auch optimale physikalische Eigenschaften mitbringen. Lithium-Disilikat-Glaskeramik wird in unterschiedlichen Transluzenzstufen angeboten.

Ein adhäsives Zementieren ist möglich aber nicht bei jeder Restauration eine unbedingte Voraussetzung. Die Möglichkeit zur adhäsiven Befestigung ist ein entscheidender Vorteil der Glaskeramik, denn dadurch ist eine minimalinvasive, substanzschonende, hochästhetische Prothetik möglich. Hauchdünne Veneers, abgebrochene Schneidekanten oder Eckenaufbauten zählen ebenso zum Indikationsspektrum wie Inlays, Teilkronen, Kronen und geklebte Kauflächen (bei Bisslagen-Korrekturen) In unserer Praxis bewerten wir die neuesten Lithium-Disilikat-Keramiken durchweg hervorragend.

Ein herausragendes Material ist die hochfeste Glaskeramik Celtra Duo der Fa. Dentsply und Vita Suprinity der Vita GmbH. Beide Werkstoffe sind zirkondioxidverstärkte Lithiumsilikat Keramiken. Sie zeichnen sich aus durch eine sehr gute Ästhetik aufgrund der sehr guten Transluzenz, Opaleszenz und Fluoreszenz und bieten eine hohe Biegefestigkeit durch einen 10%igen Zirkondioxidanteil und eine excellente Oberflächenstruktur durch die sehr feine Mikrostruktur der Lithium Silikat Kristalle.

Für unseren CADCAM Einsatzbereich haben sie sich zum beliebtesten Material entwickelt. Diese Keramik ist ästhetisch, stark und schnell in der chairside (also sofortigen) Verarbeitung mit dem CEREC-System.

Vita Suprinity bietet im Gegensatz zur Celtra Duo die Möglichkeit, die Restauration in einem vorkristallinen transparenten Zustand am Patienten einzuprobieren. Was gegebenenfalls interessante Analyseoptionen bei der Formgebung einer Präparation geben kann. Aber in der Verarbeitung durch einen zusätzlichen Kristallisationsbrand deutlich mehr Zeit in Anspruch nimmt.

Aus unserer Sicht haben diese Keramiken die Lithium Di-Silikat Keramik emax (Fa. Ivoclar Vivadent) abgelöst. Allerdings nicht für die CADCAM-gefertigten Implantatabutments. Hier hat emax für uns ein Alleinstellungsmerkmal.

Zirkoniumoxid-Keramik

Zirkoniumdioxid (ZrO2 )entsteht bei einer thermischen Reaktion zwischen pulverisiertem Zirkonium und Sauerstoff und ist eine Hochleistungskeramik, also ein nichtmetallischer, anorganischer Werkstoff, und gehört zu der Gruppe der Oxidkeramiken.

Es ist diamagnetisch, gegen Säuren und Alkalilaugen sehr beständig und hat eine hohe Widerstandsfähigkeit gegen chemische, thermische und mechanische Einflüsse. Das chemische Verhalten ist dabei stark von der thermischen Vorbehandlung abhängig. Schwach erhitzt löst es sich ziemlich leicht in Mineralsäuren. Nach starkem Erhitzen ist es außer in Flusssäure noch in konzentrierter Schwefelsäure löslich und nach dem Schmelzen wird es nur noch von Flusssäure angegriffen. (Quelle: Wikipedia)

Dank der physikalischen und mechanischen Eigenschaften ist die Indikation des Zirkoniumoxids sehr breit. Zirkoniumoxid-Keramik lässt sich zu Brückengerüsten und Kronenkonstruktionen/Käppchen Implantat-Abutments mit hervorragender mechanischer Festigkeit verarbeiten und ersetzt die Verwendung von Metallen in der Mundhöhle.
Die hohe Widerstandsfähigkeit des Materiales schliesst eine adhäsive Befestigung von Zirkoniumoxid-Restaurationen aus. Daher bevorzugen wir als Material für die ästhetische Prothetik einzelner Zähne (Kronen) in unserer Praxis die Lithium-Disilikat-Keramik.

Hybridkeramik

Interessant sind die Entwicklungen im Bereich der Hybridkeramiken. Das sind Keramiken mit Kunststoffanteil. zB. Vita Enamic der Fa. Vita. Das dominierende keramische Netz wird durch ein Netzwerk aus Kunststoff durchzogen. Durch die Elastizität des Werkstoffes liegt sein Indikationsbereich bei Versorgungen mit einem geringen Platzangebot, minimalinvasiven Rekonstruktionen, Table-tops. Dieses Material lässt sich wie Keramik anätzen und ist adhäsiv zementierter.

Resin Nano Keramik

Im Gegensatz zu Vita-Enamic, bei dem der Keramikanteil überwiegt, dominiert bei den Resin-Nano-Keramiken der Kunststoffanteil. 80% Nano-keramische Partikel sind in einer hochvernetzten Polymerbasis (Kunststoff) eingebettet. Das Material ist elastisch und nicht spröde wie Keramik. Es besticht durch eine extrem gute Polierbarkeit und Oberflächendichte.

Allerdings ist es nicht ätzbar für eine adhäsive Zementierung.Gerade bei Patienten mit starker muskulärer Anspannung ist diese Materialklasse ein interessanter werksotfftechnischer Ansatz.Dieses Material wird z.B. von der Fa. 3MEspe unter dem Namen Lava Ultimate vertrieben.

Da wir aus umweltzahnmedizinschen Aspekten für eine dauerhafte Prothetik sowohl auf Metalle als auch auf Kunststoffe in der Mundhöhle weitestgehend verzichten wollen, bleiben wir mit der Verwendung dieser Materialgruppe auf Einzelindikationen beschränkt

PMMA basierte Hochleistungspolymere

Kunststoffe sind künstlich hergestellte chemisch-organische Werkstoffe. Diese werden primär zur temporären Restauration von Zahnersatz als Langzeitprovisorien verwendet. In der Vorbehandlungsphase einer Korrektur der vertikalen und sagitallen Kieferrelation (z.B. Bisshebung bei Knirschern) kann es notwendig sein, mit stabilen provisorischen Restaurationen die neue Bissposition langfristig funktionell und ästhetisch zu prüfen.

Wissenswertes rund um digitale Zahnheilkunde

CEREC 3D

CEREC 3D - Digitale Zahnheilkunde in München

CEREC (Ceramic Reconstruction) ist eine zahnärztliche CADCAM Behandlungsmethode zur Rekonstruktion von Zahnsubstanz. Das Verfahren ermöglicht, zeitsparend und effizient individuelle Keramikrestaurationen in einer Sitzung direkt computergestützt zu konstruieren, herzustellen und einzusetzen.

mehr erfahren

Metallloser Zahnersatz

CEREC München - Zahnersatz ohne Metall

Zahnersatzmaterialien eines metallfreien Zahnersatzes müssen einiges aushalten: Sie sind in feuchter Umgebung mit wechselnden Bedienungen wie Hitze und Kälte ausgesetzt. Aber auch sauere und basische Stoffe setzen dem Zahnersatz zu. Mechanische Belastungen tun ihr übriges.

mehr erfahren

Cerec Omnicam

Cerec Omnicam München - Zahnabdruck ohne Würgereiz

Dank der neuen Cerec-Omnicam können Ober- und Unterkiefer vollständig abgeformt werden. Patienten mit Würgereiz können nun wirklich aufatmen: Die Scan-Aufnahme funktioniert zügig, schmerzfrei und unkompliziert. Digitaler Zahnersatz für Behandlungen ohne Würgereiz!

mehr erfahren