Karies und Gene. Ein erblich bedingtes Problem?

Karies und Gene. Ein erblich bedingtes Problem?

„Was haben Karies mit Genen zu tun“? Eine spannende Frage, welche sich Forscher weltweit widmeten. In diesem Blog-Post möchten wir näher zu den Entwicklungen dieser Forschung eingehen und spannende Eindrücke der Wissenschaft sowie eine Studie aus dem Jahr 2017 zusammenfassen. Diese Erkenntnisse sind wichtig für zukünftige Fortschritte in der Zahnheilkunde und Zahnmedizin – und dem menschlichen Organismus. Grund genug also diese interessante Entwicklung aufzuführen!

Forscher aus den USA und Australien veröffentlichten eine Studie zum Thema „Gene“. In ihrer Analyse haben sie den Einfluss von Genen auf das orale Mikrobiom untersucht um herauszufinden, welche Rolle sie bei Karies und seiner Entstehung spielen.

Diese Studie wurde groß aufgezogen. Gene von insgesamt 485 Zwillingskindern zwischen dem fünften und elften Lebensjahr wurden untersuchten. Davon waren 280 Paare zweieiig, 205 eineiig und ein Drillingspaar.

Grund für die Auswahl waren zwei verschiedene Hypothesen des Forscherteams.

  • Mit steigendem Alter verändert sich die orale Bakterienbesiedlung
  • Zwillinge teilen sich regulär dasselbe Entwicklungsumfeld

Soweit, so gut. Festgestellt wurde, dass Gene tatsächlich Einfluss auf bestimmte Bakterien im Mundraum haben, aber: kein Bakterium welches für die Kariesbildung verantwortlich wäre! Außerdem wurden mehr Übereinstimmungen der bakteriellen Besiedlung bei eineiigen Zwillingen gefunden, als im Vergleich herangezogene zweieiige Zwillinge und deren Bakterienbildung. Sehr spannend sind auch die Ergebnisse bei fortschreitendem Alter: Bakterienstämme, welche durch Gene vererbt werden, nehmen mit wachsendem Alter ab – durch Umwelteinflüsse nehmen angesiedelte Bakterien aber zu.

Zahnärzte warnen schon immer: zu viel Zucker ist schädlich und begünstigt die Entstehung von Karies. In der Studie weißen Zwillinge die viel Zucker durch Nahrung aufnahmen, ein hohes Aufkommen von Karies fördernden Bakterien im Mundraum auf. Bakterien die nur wenig Einfluss auf die Entstehung von Karies haben, waren dafür kaum vorhanden.

Abschließend planen die Wissenschaftler diese Studie über die kommenden Jahre hinweg auszuweiten. Die Zwillinge werden weiterhin und regelmäßig untersucht um Veränderungen der bakteriellen Mundflora mit voranschreitendem Alter zu dokumentieren und für weitere, ausführende Analysen auszuwerten.

Unser Rat zum Abschluss: verzichten Sie auf zu viel Zucker bei der Nahrungsaufnahme, sprechen Sie mit Ihrem Zahnarzt oder Ihrer Zahnärztin über Mundhygiene und das richtige Zähneputzen und falls Sie Zeit finden, sollte auch eine regelmäßige Prophylaxe für nachhaltige und gesunde Zähne sorgen.

Quelle: Cell Host & Microbe

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