Rauchen und Parodontitis – Eine verhängnisvolle Kombination?!

Rauchen und Parodontitis – Eine verhängnisvolle Kombination?!

Das Rauchen gilt als stark gesundheitsschädlich für den Körper wie durch viele internationale Studien bewiesen wurde. Durch den Tabakkonsum wird z.B. die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen oder Krebserkrankungen erheblich gefördert.

1. Welchen Risikofaktor stellt das Rauchen für eine Erkrankung des Zahnhalteapparats dar?

Neben einer nicht optimalen Mundhygiene, systemischen Erkrankungen (z.B. Diabetes mellitus, chronisch Entzündungen im Körper), einer genetischen Prädisposition, Stress und anderen Faktoren zählt das Rauchen zu einem hohen Risikofaktor für die Entstehung einer Parodontitis. Je nach täglichem Tabakkonsum besteht im Vergleich zu einem Nichtraucher ein 3- bis 6-faches höheres Risiko an einer Parodontitis zu erkranken.

2. Warum bemerkt ein Patient nicht, dass das Zahnfleisch und der Zahnhalteapparat erkrankt sind?

Durch das Rauchen wird eine beginnende Parodontitis bzw. eine fortgeschrittene Parodontitis vom Patienten oft nicht richtig bemerkt  da der Tabakkonsum bestimmte Symptome dieser Erkrankung kaschiert. Im Vergleich zu einem nichtrauchenden Patienten sind die entsprechenden Entzündungszeichen wie z.B. Zahnfleischbluten, Rötungen des Zahnfleisches, Schwellungen des Zahnfleisch und Schmerzen kaum bzw. gar nicht ausgeprägt.

Eine Ursache hier für ist, dass durch den Tabakkonsum die sehr feinen Blutgefäße, die das Zahnfleisch und den Zahnhalteapparat mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen sich verengen bzw. durch Ablagerungen verstopft werden. Außerdem wird durch das Rauchen das Immunsystem des Patienten geschwächt was auch zu einer Unterdrückung der oben genannten Entzündungszeichen führt.

Es gibt sogar Hinweise, dass bestimmte Keime durch das Rauchen  genetisch verändert werden und dadurch einen größeren Schaden anrichten können. ( Link: www.wissenschaft-aktuell.de )

Für den betroffenen Patienten ist es deshalb oft eine „Überraschung“ wenn vom Zahnarzt die Diagnose einer Parodontitis gestellt wird.

3. Welche Konsequenz sollte ein Patient daraus ziehen?

Falls eine Parodontitis bei einem Patienten festgestellt wurde sollte auf jeden Fall mit einer entsprechenden Therapie begonnen werden um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verhindern. Neben einer Verbesserung der Mundhygiene des Patienten, der Behandlung des erkrankten Zahnfleischs und Zahnhalteapparats und regelmäßigen Nachsorgeterminen sollte der Patient idealerweise über eine komplette Rauchentwöhnung nachdenken, da ein Rauchstopp einen großen Einfluss auf den Erfolg einer Therapie hat.

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